| Inhalt: |
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| Einleitung |
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Er ist nicht neu. Er ist nicht schön. Eigentlich braucht man ihn gar nicht.
Er passt auch nicht in meine Jackentasche, wie
der Hersteller tönt. Schließlich trage ich keinen Trenchcoat der Größe XXL. Sein Prozessor, ein Intel 8086-Nachbau, findet sonst nur noch in Waschmaschinen Verwendung. Sein Display ist nur wenig augenfreundlicher als das Betrachten von Dias gegen den dunstigen Großstadt-Vollmond. Dennoch hat der Handy Organizer etwas, das viele andere nicht haben: er ist ein echter Miniatur-PC mit einer Tastatur und einem richtigen DOS. Das macht ihn unendlich vielseitig. Und zu einem Kultobjekt. Schade, dass er nicht auch noch schlagfest und wasserdicht ist. |
| Power-Management |
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Der HO ist ein ordentlicher Elektronenfresser. Selbst teure Alkalizellen halten nur
wenige Stunden durch. Da empfiehlt sich (entgegen dem Handbuch) der Einsatz von
wiederaufladbaren Batterien. Beim Kauf von Akkus sollte man nicht zu geizig sein, denn je geringer die Kapazität der selbigen, desto häufiger muss man sie nachladen und desto mehr Ersatzakkus muss man "draußen" mit sich herumschleppen. Alle reden vom Energiesparen und keiner tut es, weil der persönliche Nutzen meist kaum erkennbar ist. Beim Handy Organizer jedoch zahlt sich Knauserdisziplin in Form von drastisch erhöhten Laufzeiten pro Akkupaar aus. So spart man merklich Strom:
Vorsicht: sobald die Meldung Hauptbatterie schwach erscheint, sollte man die Akkus gegen frische austauschen, da sie jeden Moment schlapp machen können. Danach entlädt sich bald die Knopfzelle und die Daten auf der Ramdisk verschwinden ins Nirvana! Auch sollte man den HO nicht mehrere Wochen mit angenagten Akkus in der Ecke verstauben lassen, da das Gerät auch im Standby-Modus Strom verbraucht und sich Akkus mit der Zeit von selbst entladen. Besser an den Netzadapter anschließen oder - wenn man die Kiste schon nicht braucht - lieber gleich die teure Knopfzelle entfernen. |
| Konfiguration |
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Nach einem Neustart des Rechners wertet das DOS die beiden Dateien config.sys und
autoexec.bat aus. Sie sind fest auf dem ROM-Laufwerk c: installiert und können nicht
geändert werden. Für den Benutzer besteht jedoch immerhin die Möglichkeit, zusätzlich eigene Startdateien gleichen Namens im Wurzelverzeichnis des RAM-Laufwerkes e: anzulegen, um seinerseits Treiber zu laden, Umgebungsvariablen zu setzen usw. Die Startdateien werden in folgender Reihenfolge abgearbeitet:
c:\config.sys
Das Vorhandensein einer eigenen autoexec.bat verhindert zudem, dass nach einem Reset
automatisch das (oft nervige) RacePen-Menü aufgerufen wird. |
| Speicher |
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Einen Schwachpunkt des Handy Organizers stellt die Speicherausstattung dar. Zwar ist
der Hauptspeicher mit 640kB vollkommen ausreichend, dafür steht zur "permanenten"
Datenspeicherung nur eine flüchtige und vergleichsweise winzige RAM-Disk mit 360kB
zur Verfügung, das ist gerade mal 1/4 der Kapazität einer 3.5"-Diskette! Die RAM-Disk ist vom Hersteller offenbar nur zum Sichern von Word-Briefchen und RacePen-Adressenkarteien konzipiert worden und nicht zum Ablegen "fremder" Programme. Wer mehr Platz benötigt, muss sich entweder teure Memory-Karten anschaffen oder (wieder mal das Eichel-Motto:) sparen, sparen, sparen. Das fängt beim Programmieren an: möglichst wenig Schnickschnack in das Programm einfügen und die Compileroptionen so wählen, dass die Größe der .exe- oder .com-Datei minimal wird. Bei einer Clustergröße der RAM-Disk von 512 Byte kann jedes gesparte Byte wichtig sein.
Weiterhin lohnt sich die Verwendung von Packprogrammen. Besonders empfehlen kann
ich das Programm aPack von Joergen Ibsen, das auf der
aPack Downloadsite
Sollte das alles immer noch nicht reichen, besteht zudem die Möglichkeit, einen
Teil des Hauptspeichers als RAM-Disk zu verwenden. Das Programm Ramdisk
eines unbekannten Programmierers besteht aus 2 Dateien: |
| Datenaustausch |
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Irgendwie müssen die Programme vom heimischen PC auf den Handy Organizer übertragen
werden. Umgekehrt möchte man wichtige Daten, die sich auf der RAM-Disk des HO ansammeln,
aus Sicherheitsgründen hier und
da auf dem PC ablegen. Das Handbuch erklärt ausführlich den Datentransfer mittels der
DOS-Programme interlnk und intersvr. Das funktioniert unter einem
reinen DOS auch prima, nicht aber unter Windows 9x! Dort verwendet man besser ein externes Terminalprogramm, wie z.B. File Maven von Kent Briggs. Die Freeware-Version 3.5a kann man sich auf der Page von Briggsoft herunterladen.
setcom on
Das Programm setcom wurde bereits oben im Abschnitt Power Management
besprochen. |
| Meine Software |
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Damit diese ganze Konfiguriererei und Kopiererei nicht zum Selbstzweck verkommt,
braucht man Programme, die auf dem Handy Organizer laufen und irgendeinen
Zweck erfüllen. Da Software für 8086-Prozessoren und CGA-Karten heutzutage
kaum noch auffindbar ist, schreibt man sich diese nach Möglichkeit selbst. Effizienz
in Laufzeit und Dateigröße zu erreichen, ist dabei eine richtige Herausforderung. Ich habe einige Programme für den HO entwickelt, die ich hier der Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Sie haben alle eines gemeinsam: sie folgen dem Minimalprinzip. Benutzerfreundlichkeit und hochauflösende Grafiken a la Windows sind auf dem Handy Organizer Illusion. So laufen selbst meine Spiele nur im Textmodus ab, was auf dem großen PC erbärmlich, auf dem kleinen HO-Display aber irgendwie ganz niedlich aussieht. Alle Programme wurden mit dem C++ 3.1-Compiler von Borland erstellt und bereits mittels aPack auf minimale Größe gebracht. Dau Joergen, gammel Dansk! |
| Cobra | ||
| Download Archiv | cobra.zip | 11736 bytes |
| Das klassische "Schlange muss fressen, wird immer länger und darf nirgendwo gegenstoßen"- Spiel. 8 Level, nur für Konzentrationskoryphäen geeignet. Screenshot. | ||
| Pacman | ||
| Download Archiv | pacman.zip | 11854 bytes |
| Da braucht es keinen Kommentar...unendlich viele Levels...bis der Doktor kommt... Screenshot. | ||
| Klotris | ||
| Download Archiv | klotris.exe | 10989 bytes |
| Neu!!! Der 11k Tetris Klon verwandelt den HO in einen Gameboy. Screenshot. | ||
| Vox | ||
| Download Archiv | vox.zip | 16653 bytes |
| Vorsicht Bildung! Vox ist ein fast schon komfortabler Vokabeltrainer. Zu jeder Vokabel können bis zu 6 deutsche Bedeutungen eingegeben werden. Abfrage wahlweise per Multiple Choice oder Direkteingabe, wobei der schlaue Algorithmus auch kleinere Flechtigkeitsfühler verzeiht. Mit Statistiken. Macht Spaß und motiviert. Kann nicht mehr ohne. Screenshot. | ||
| Orgel | ||
| Download Archiv | orgel.exe | 6852 bytes |
| Darauf hat die Welt nicht unbedingt sehnsüchtig gewartet. Mit der 3 Oktaven umfassenden Pieps-Orgel kann man den Mobiltelefon-Heinis im Stadtpark Paroli bieten. Ole, wir fahr'n in Puff nach Barcelona... | ||
| Show | ||
| Download Archiv | show.exe | 8102 bytes |
| Ein echter kleiner Viewer für monochrome *.bmp- Dateien (2 Farben, max. 640x200 Pixel). | ||
| wird fortgesetzt... |
| Links |
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Nach naivem Eintippen der Stichworte "Highscreen Handy Organizer" spuckte mir die
Suchmaschine MetaGer nur zwei brauchbare URLs aus:
Frank Steinberg präsentiert auf seinen
Seiten neben vielen Infos zum HO auch eine Liste von Tools, von denen
ich hier nur wenige besprochen habe. Die Auswahl reicht vom kleinen TSR-Killer bishin
zu einem ausgewachsenen Dateimanager a la Norton Commander.
Hinter der Adresse http://www.palmzip.de verbirgt
sich ein Versandhandel für Computerzubehör. Dort kann man beispielsweise die
ominösen (und ziemlich teuren) Speicherkarten für den Handy Organizer beziehen. |
| Nachwort |
| Danke an meinen Vater und die glorreiche taiwanische Industrie für dieses wirklich tolle Teil. |
| Homepage |
© Stefan Maday 11.6.2003